Siehste, Deadlike und genau das ist das Tückische.
Wenn man sich in seinem Elend einrichten lernt, weil irgendwer irgendwann mal gemeint und gesagt hat, dass das alles "nicht so tragisch " oder schlimm oder was weiss ich was ist, dann ist allerhöchste Eisenbahn (und nein, der Wortwitz hier war zufällig...)
Es kennt sich nicht jeder Arzt gleich gut aus oder nimmt Dinge ernst oder wichtig genug - am Ende gehst nämlich DU aus der Praxis und musst zurecht kommen.
Und nicht sie oder er.
Solche Leute kenn ich auch.
Auf dem Land ist es nochmal schwieriger jemanden zu finden, dem man vertraut oder viel wichtiger: der einem vertraut, dass das, was man da beschreibt oder erfragt nicht Wichtigmacherei ist sondern ernsthafte Beschwerde.
Ich bin auch schon mit "alles psychologisch" weggeschickt worden und am Ende war nix psychologisch sondern ein ernsthaft zu operierendes Ding - und mehrfach habe ich in Krankenhäusern Ärzte die Hände über den Kopf schlagen oder entsetzte Gesichter machen sehen, womit mich so mancher einfach heim oder weggeschickt hat.
Nein, ich hab nicht dauernd was, aber ich stell mich nicht groß an und wenn ich wo hin gehe, dann ist auch was.
Und es hat sich immer wieder gezeigt, dass ich meinem Instinkt da vertrauen kann.
Deshalb bin ich froh, dass du morgen zu einem anderen Arzt gehst, denn einfach aufgeben darf keine Option sein.
Egal wie alt oder jung, jeder hat das Recht, dass es ihm gesundheitlich so gut wie möglich geht.
Du zahlst in deine Versicherung ein, da darfst du auch Hilfe einfordern, wenn der eine oder andere Arzt aus was für immer menschlichen oder unmenschlichen Gründen nichts findet oder nicht weiter weiss.
Jeder kann sich irren - nicht immer hat das schwere Konsequenzen.
Ich glaube nur, dass die wichtigste Freiheit die Befreiung aus dem erzwungenen Erdulden ist und das sich immer wieder bewusst machen, dass man da in einem Leidenskäfig sitzt, den man zwar meist nicht selbst gebaut hat, aber den man aus irgendeiner furchtbaren Prägung oder Erfahrung heraus irgendwann begonnen hat selber aufrecht zu erhalten.
Das ist nicht schlimm.
Und vermutlich so gut wie jeder von uns hat das in unterschiedlich kleinen oder großen Ausmaßen so schon mal erfahren und erlebt.
Das ist menschlich und nichts, was man sich vorwerfen muss.
Aber es ist, wenn man es nicht angeht, schlecht für einen selber und vergiftet einen selbst und die Umwelt. Weil irgendwann keiner mehr so recht weiss, wie er mit einem umgehen kann oder soll und man selbst auch.
Was ich sagen will:
Du darfst da raus und dein Leben verlangen.
Auch und gerade wenn es schwer fällt.
Das geht nicht einfach und mag auch manchen Widerstand bringen, aber du darfst was wollen und fordern.
Und der Wunsch so gesund wie möglich zu sein ist nicht vermessen.
Und nu hör ich auch auf und lass es gut sein mit dem Thema, denn letztlich ist es natürlich ganz allein deine Sache und ich sollte mich eigentlich (wie ich schonmal erwähnte) raus halten.
Aber ich konnte grad nicht still halten.
Ich wünsch dir viel Glück mit dem anderen Arzt.
Und dass du jeden Tag eine Kleinigkeit erlebst oder siehst, die dir Freude macht oder ein Lächeln schenkt.
Huhu alle
wie geht denn Schafe schubsen?
Das hab ich noch nie gehört.... angeblich fallen Kühe um, wenn sie schlafen und man sie schubst aber Schafe?
Evy, gibt's was neues von der Versicherungsgeschichte? Meine Daumen sind schon blau vom Drücken, dass alles gut ausgeht...