ae117, ich arbeite an einer Uni und leite die Druckerei, dort arbeite ich allein. Ich bin seit 13 Jahren hier, habe die Filiale von Anfang an alleine geführt. Mein damaliger Chef hatte mich damals gefragt, ob ich das machen möchte, bis dahin hatte ich eine Filiale mit 3 Mitarbeiterinnen geführt. Ich hab das damals gemacht, weil ich es spannend fand, eigenverantwortlich zu arbeiten, vor allem, das mein Chef mir das zutraut und mich als einzige gefragt hat. Aber es werden alle 5 Jahre neue Ausschreibungen gemacht und die hatte leider leider die jetztige Firma gewonnen. Der Geschäftsführer ist dann auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich weiter machen möchte, da ich das ja alles kann und bisher auch prima gemacht habe. Ich habe lange überlegt und weil ich gerne hier an der Uni bleiben wollte, habe ich Trottel zugesagt und bei meiner alten Firma gekündigt und nichts bereue ich so sehr, wie diese Entscheidung. Seit 2013 ist es so, das hier neue Öffnungszeiten sind, wir haben hier nur noch halbe Tage geöffnet, also vorher war es von 8 - 16 Uhr und jetzt von 8 - 12 Uhr. Da ich Vollzeit arbeite, muss ich seither die restlichen Stunden ins Kopierzentrum, das ist auch innerhalb der Uni, nur in einem anderen Gebäude. Wenn ich nur hier arbeiten würde, wäre es ja erträglich, weil ich ja wie gesagt alleine bin, aber in der anderen Filiale sind ja die Familienangehörigen und dort ist es richtig schlimm. Eine ganz miese Atmosphäre, die behandeln einen wie Dreck, wenn Du nicht zur Familie gehörst. Nur ein kleines Beispiel: Stiefsohn vom Chef, eine Kollegin (Freundin der Familie) und ich sitzen da, da steht der Stiefsohn auf und fragt meine Kollegin, ob sie etwas vom Kiosk möchte, er möchte sich ein Brötchen holen, ich wurde nicht gefragt und einfach ignoriert. Oder es werden Gespräche geführt und man tut so, als ob ich gar nicht da wäre, so Sachen halt.
Dann hatten wir immer eine Trinkgelddose auf der Theke stehen, wenn sie voll war, wurde sie geteilt unter allen Kollegen. Im September komme ich nach oben, da steht da eine neue Trinkgelddose, allerdings mit den Namen vom Stiefsohn, der Mutter der Chefin und der Freundin der Familie. Es hieß, die anderen sollten sich selber eine Trinkgelddose aufstellen. Jetzt ist es immer so, das je nachdem wer da arbeitet, dessen Trinkgelddose steht dann da, die andere kommt dann in den Schrank. Daran kann man sehen, es wird zwischen Fußvolk und den "besseren Menschen" unterschieden.
Gelernt habe ich eigentlich hauswirtschafterin, habe aber nur 1 Jahr in dem Beruf gearbeitet und sonst immer was anderes gemacht. Ich habe dann noch 1995 eine Umschulung zur Bürofachkraft gemacht. Ich kann gar nicht soviel anderes machen

Und jetzt mal ganz blöd gefragt, deine alte Firma will dich nicht mehr auch wenn du da(im Guten?) weggegangen bist? ODer gibt's da keinen Platz mehr für dich? Oder magst du nicht fragen?